Samstag, 3. April 2010

Was ist eigentlich Patchwork?

Heute wurde ich wieder einmal gefragt, was eigentlich Patchwork sei. Viele von Euch kennen die so genannten Patchworkfamilien. Und das Patchwork-Nähen verhält sich ähnlich. Wir nehmen verschiedene Stoffe, welche zum Großteil Druckstoffe aus 100% Baumwolle sind und machen daraus verschiedene Projekte, wie Kissen, Decken, Tischläufer usw.


Diese Hundedecke habe ich für unsere Katharina zum Geburtstag gemacht. Sie ist auch in dem neuesten Patchworkmagazin "Easy" drin.

Meine erste Decke habe ich mit einer Pappschablone einem Kreidestift und einer Schere gemacht. Ich war damals so verrückt und habe 150 Vierecke ausgeschnitten und dann zu einer schönen Decke zusammen genäht, welche ich anschließend auch noch verschenkt habe. Nach so einer Bastellarbeit verliert man ganz schnell wieder die Lust an dem Ganzen und fragt sich, warum es anderen so viel Spaß macht. Ich habe mich dann etwas in die Materie eingelesen und festgestellt, dass es da ganz wunderbare Werkzeuge gibt, die einem das Schneiden erleichtern.

Unsere wichtigsten Arbeitsgeräte sind der Rollschneider,

die Schneidematte

und das Lineal.

Mit diesen drei Arbeitsgeräten steht einem die Welt des Scheidens offen. Man kann alle erdenklichen Formen fast Millimeter genau in kürzester Zeit schneiden. Eine Erleichterung die auch noch richtig Spaß macht.
Patchworksachen für Einsteiger und noch viel mehr, findet Ihr hier in meinem Internetshop.
Die Nähnadel
Nach dem Schneiden nähen wir die einzelnen Teile zu schönen Mustern zusammen. Mancher denkt auch, wir würden alles auf ein großes Stück Stoff darauf nähen, doch dieses würde sehr viel Stoff verschwenden, und das sieht einem Patchworker gleich so überhaupt nicht ähnlich. Also wir nähen immer jedes Stück an das Andere an. Es sei denn wir würden etwas applizieren, dann wird schon mal eine Blume oder eine Erdbeere oder eine andere schöne Figur auf den Stoff aufgenäht. Wenn das Top (Oberteil, Vorderseite z.b. einer Decke) fertig ist, bereiten wir das "Sandwich". Wir nehmen das Top legen es mit der rechten Seite nach unten auf den Boden oder Tisch. Nehmen ein schönes flauschiges Volumenvlies und legen es darauf und legen darauf dann den Rückseitenstoff, welcher für gewöhnlich aus nur einem Stoff besteht. Ich nehme dann immer gebogene Sicherheitsnadeln um das Sandwich zu fixieren und anschließend wird alles von Hand oder vorzugsweise mit der Maschine "gequiltet". Quilten bedeutet, wir nähen durch die drei Lagen (Vorderseite, Vlies, Rückseite) durch, um alles gut zusammen zu halten. Selbstverständlich wird auch hier der Kreativität keine Grenzen gesetzt und man kann mit dem Faden noch ein schönes Muster quilten.

Bitte verwechseln Sie einen Quilt (Steppdecke) jedoch nie mit dem Kilt (Schottenrock), jeder ist auf seine Art ein Erlebniss...

Ok, wenn wir also alles schön gequiltet haben braucht das ganze noch einen Rand, das sogenannte "Binding". Hierfür nehmen wir einen schmalen Streifen und nähen diesen um die ganze Decke herum an, und fertig ist ein Meisterwerk.

Es ist nichts schwer, wenn man weiß, wie es geht, es erfordert nur viel Gedult und Ausdauer.

Ich hoffe die kleine Exkursion in die Welt des Patchwork hat Euch gefallen.

Allen noch einen schönen Abend und frohe Ostern

Liebe Grüße

Christine

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